Irrwege und Irreführungen in der Esoterikszene

von Jan Erik Sigdell 

[Am 17.3.2011 verbessert und erweitert.]

 

„Was versteht man eigentlich unter Esoterik? Das Wort kommt aus dem Griechischen (ésothen = von innen her, drinnen; esoterikós = innerlich, zum Drinnen gehörig; Philosophie in wissenschaftlicher Form) und bezeichnet das Gegenteil der äußeren Lehre, die auch als Exoterik (éxothen = von außen her, draußen; exoterikós = auswärtig, zum Draußen gehörig, Philosophie in volkstümlicher oder ‚populärwissenschaftlicher’ Form) bezeichnet wird. Wohl niemand wird bestreiten wollen, dass Jesus im inneren Kreis, also mit seinen Jüngern, vieles besprach, was er nicht öffentlich äußerte. Was er im inneren Kreis lehrte, ist also definitionsgemäß Esoterik. Esoterik ist natürlich auch die innere Lehre vieler anderen Glaubensrichtungen.

 

Jesu Jünger waren also eingeweihte Esoteriker. Auch die gnostischen Christen der ersten Jahrhunderte betrachteten sich als eingeweihte Esoteriker. Einige von ihnen behaupteten sogar, die Lehren, die Jesus in seinem inneren Kreis verkündet habe, seien ihnen, zumindest zum Teil, überliefert worden.“

Jan Erik Sigdell: Durch den Tod ins Leben, Ansata, München, 2007, S. 27-28

 

Diese Unterscheidung von alters her beinhaltet ganz klar die Möglichkeit (die sicher in Vielem auch eine Tatsache ist!), dass der Öffentlichkeit manches verheimlicht und verdreht wurde und wird, weil man ihr manches Wissen nicht zutraut – oder eher weil man es aus politischen Gründen für vorteilhaft hält, sie anders zu glauben zu lassen, als was der Wahrheit entspricht. Das ist natürlich ein Glaubensdiktat, eine taktische Glaubenssteuerung und eine Irreführung!

 

Wie kommen wir um das herum? Sicher nicht dadurch, dass wir auf Vertreter des Establishments hören, auf Pfaffen und Predigern, die (oft ohne es selbst zu wissen) nach dem Prinzip sprechen: „Solange das Geschäft gut läuft, darf es nicht durch Wahrheit gefährdet werden“. Wir kommen nur weiter, wenn wir den Mut haben, die Dinge zu hinterfragen und selbstständig zu denken – und keine indoktrinierende vorgekaute Kost zu schlucken.

 

Kirchen und Theologen fürchten offensichtlich die Verbreitung der Esoterik in der Gesellschaft. Teilweise haben sie darin nicht ganz unrecht, aber teilweise wird es auch deshalb sein, weil sie ihre Stühle wackeln fühlen. Was heute Esoterik genannt wird, ist ein Sammelsurium von alten und neuen Lehren aus vielen verschiedenen Religionen, Philosophien und archaischen Naturwissenschaften wie Astrologie und Alchimie sowie Geisteswissenschaften, an sich positive solche und auch weniger positive, sogar Magie. Da sieht man vor lauter Bäume oft den Wald nicht mehr klar.

 

Viele Vertreter des Establishments fürchten auch die Konkurrenz von alternativen Glaubensrichtungen und von Religionen, die sie aus taktischen und politischen Gründen als Irrglauben bezeichnen, obwohl sie in vielem eher das gleiche Lehren, wie sie selbst. Sie fürchten um ihre Macht über das Volk. Das ist ein bedauerliches Ewiggestrigsein. Der wahrhaftig Hinterfragende sieht aber nicht nur das Unterschiedliche in den verschiedenen Lehren, sondern auch das Gemeinsame, das aber oft in einer „anderen Sprache“ (hier nicht linguistisch gemeint) dargestellt ist, die man erst erkennen muss.

 

Hier passt das folgende Bild: Da ist ein hoher Berg. Oben ist ein Licht. Verschiedene Pfade führen zum Berg und gehen irgendwie dort hinauf, man sieht es noch nicht, ob und wie. Menschen sind auf diesen verschiedenen Wegen. Von einem Weg aus sieht das Licht oben wie ein leuchtendes Kreuz aus. Von einem anderen wie eine Menorah (ein jüdisches Symbol). Von wieder anderen wie ein Trimurti (die Dreieinheit von Brahma, Shiva und Vishnu), wie ein leuchtender Halbmond, wie ein meditierender Buddha, usw., usf. Die Menschen rufen zu jenen auf den anderen Wegen: „Du bist auf dem falschen Weg! Wir sehen doch hier das Licht! Komm zu uns!” und die anderen rufen ihnen das gleiche zu. Im schlimmsten Fall verlieren sie sehr viel Zeit durch Streit und Kampf. Aber mit der Zeit kommen sie doch zum Berg und fangen den Aufstieg an. Sie entdecken, dass die Wege allmählich zusammenlaufen und schließlich alle kurz vor dem großen Licht sich zu einem einzigen Weg vereinen. Das Licht, das von unten her so unterschiedlich aussah, ist nur eins und das gleiche, und davor stehen sie nun alle zusammen, die sich vorher gegenseitig Irrtümer vorgeworfen haben. Da bedauern die Menschen sehr, sich auf dem Weg da unten derart mit Streit vertrödelt und so sehr viel Zeit daran verloren zu haben, wie ein Streit um des Kaisers Bart. Sie hätten ja viel schneller da sein können ...

 

Nun scheint es auch, dass zwischen den Wegen Andere stehen, die den Aufstieg verhindern oder zumindest verzögern wollen, und zwar im Interesse ihrer weltlichen Macht. Sie zetteln solche Streitigkeiten an, schüren sie, und verbreiten Meinungen, die effektiv ins Folgende münden: „Der Gott des einen ist der Teufel des anderen“. So wirken sie heimlich und oft unterschwellig in alle Glaubensgemeinschaften ein und malen ihnen den „Teufel an die Wand“.

 

Sehr viele haben in diesem Zusammenhang deshalb Bauchweh, weil sich östliche Lehren im Westen verbreiten. Wo bleibt denn ihr ökumenisches Denken? Hat Ökumene nur mit christlichen (oder angeblich christlichen) Lehren zu tun, oder gehört zur wahren Ökumene die Gemeinschaft aller Glaubensformen? Im Sinne von dem, was ihnen gemeinsam ist und zunächst zumindest unter Respekt und Toleranz für das, was unterschiedlich erscheint (und in manchen Fällen nur danach aussieht, bis man sich näher damit auseinandersetzt).

 

Indien ist tatsächlich eine wahre Schatztruhe von geistigem Wissen, das zunächst schwer zu verstehen ist, bis man sich konkreter damit befasst, als es manche vermeintliche Christen tun wollen. So schüttet man hier ein Kind mit dem Wasser aus. Dabei könnte auch hier eine wahrhaftig ökumenische Haltung sehr fruchtbar sein, wenn sie nur nicht zum Missionieren ausartet. Ähnlich verhält es sich mit dem alten chinesischen Wissen und dem tibetischen.

 

Man scheint in Kreisen, die sich für christlich halten, allgemein der Meinung zu sein, dass östliche Lehren nur des Teufels sein könnten. Woher denn? Lehrte nicht (zum Beispiel) Buddha in manchem so ziemlich das Gleiche, wie Jesus? Es gibt auch Menschen, die es für möglich halten – „ach wie schrecklich“ –, dass Jesus eine Reinkarnation von Buddha war. Und warum eigentlich nicht? Uns wird man nicht zutrauen, vor der Geburt zum heutigen Leben schon vorher da gewesen zu sein, aber bei Christus kann man es in keiner Weise leugnen! Er sagte doch selbst, dass er von Anfang der Schöpfung an existiert! Schon lange, lange bevor Jesus geboren wurde. Ist es dann wirklich undenkbar, dass er vorher schon einmal inkarniert war, um den Menschen zu lehren? Aber dann müsste er wohl z.B. Abraham oder Moses gewesen sein, aber doch nicht etwa Buddha! Warum eigentlich nicht?! Ist es nicht nur so, dass diese Möglichkeit nur vom Konkurrenzdenken der Religionen zurückgewiesen wird? Es passt nicht in ein vorgeschriebenes dogmatisches Konzept.

 

Und wenn alles Asiatische nur des Teufels wäre, müsste ja ein größerer Teil der Menschheit höllengeweiht sein, nur weil sie dort geboren sind und nichts anderes kennen. Wenn es vor Jesu Geburt keinen Heilsweg gäbe (außer evt. den Alttestamentlichen), wären ja die vor mehr als 2000 Jahren geborenen Menschenmassen (fast) alle in der Hölle. Der Unsinn und die himmelschreiende Ungerechtigkeit einer solchen Vorstellung, die effektiv Gott als lieblos und ungerecht beleidigt und dadurch sogar blasphemisch ist, ist ja derart absurd, dass ich mich damit nicht weiter befassen muss.

 

Aber Buddha lehrte doch, dass es kein Gott und keine Seele gäbe! Ist das wirklich wahr? Das ist zwar eine Meinung, die sich im v.a. westlichen Buddhismus heute verbreitet hat, aber hat es Buddha auch wirklich so gemeint? In meinem Buch Wiedergeburt und frühere Leben (Heyne, München, 2008, S. 250-254) setze ich mich mit dieser Frage auseinander. Die logische Schlussfolgerung ist, dass Buddha sich in der Öffentlichkeit zu dieser Frage nicht klar geäußert hat, sondern nur in Gesprächen mit einigen gelehrten Mönchen, was dann zur buddhistischen Esoterik gehören würde und in der äußeren Lehre offenblieb. Die öffentliche Haltung dürfte man deshalb so formulieren können: „Ich habe nicht erläutert, dass es eine Seele (einen Gott) gibt. Ich habe nicht erläutert, dass es keine Seele (keinen Gott) gibt. Ich habe nicht erläutert, dass es sowohl eine Seele (einen Gott) gibt, als dass es auch keine Seele (keinen Gott) gibt …“

Das Buch ist inzwischen vergriffen, aber hier als eine PDF-Datei zu haben: http://www.christliche-reinkarnation.com/PDF/Wiedergeb.pdf. Der Anhang über Buddha befindet sich hierein auf den Seiten 103-104.

 

Esoterik und Gnostizismus

Hat nicht die Esoterik manches von den Gnostikern aufgenommen, die doch Häretiker waren? Tatsächlich sieht es so aus, aber welche waren denn die gnostischen Christen? Sie gehörten doch zu den Urchristen! Die erste christliche Bewegung wird, und das sogar ein bisschen abwertend – wie wenn sie keine echten Christen wären – in der Theologie „Judenchristen“ genannt. Aber echtere Christen kann es ja nicht gegeben haben! Sie hatten ja zu einem großen Teil aus erster Hand von Jesus gelernt, also von ihm selbst! Unter ihnen gab es die Bewegung der Ebioniten, die den Reinkarnationsglauben vertrat. Von den anderen Judenchristen weiß man es heute nicht mehr so genau. Daraus entstand dann die erste große christliche Bewegung: Die gnostischen Christen, die unter vielen anderen Dingen auch die Reinkarnation lehrten. Mit der Zeit kam Saulus als Christenverfolger auf die Bühne. Da es ja erst nur die Judenchristen und die gnostischen Christen gab, hat er eben diese verfolgt. Dann hatte er sein Erlebnis auf dem Weg nach Damaskus, bezeichnete sich nachher selbst als Christ und nannte sich Paulus. Hat er dann das Christentum der früher von ihm Verfolgten übernommen? Nein, er fing an, ein abgewandeltes Christentum zu verkünden. Jesus hatte er nie gekannt, was er auch selbst bedauerte (manche Religionshistoriker halten heute zumindest sechs seiner Briefe für gefälscht). Damit fing eine Wende und eine Abkehr von Jesu eigener Lehre an.

 

Man hat zur Abwertung immer wieder behaupten wollen, dass das gnostische Christentum auf eine vorchristliche Gnostik zurückzuführen wäre. Neuere Forschungen, u.a. von Carsten Colpe, haben aber deutlich gezeigt, dass es so nicht sein kann. Die berühmte Enzyklopädie Theologische Realenzyklopädie (TRE) (Bd. XIII, Walter de Gruyter, Berlin, 1984, S. 519-550) schreibt dazu, 1. dass manche Theologen eine heimliche Zuneigung zum Gnostizismus hätten und 2. dass man keine vorchristliche Gnosis nachweisen kann; man kann nicht einmal mit Vorstufen rechnet. Das gnostische Christentum war echt christlich! Im Konzil von Nizäa im 325 waren auch Gnostiker anwesend, aber sie wurden vom Kaiser Konstantin „mundtot“ gemacht. Ihre Anträge und Bittschriften übergab der Kaiser ungeöffnet dem Feuer und er ließ sie nie zu Wort kommen. Durch dieses rein politisch motivierte Verhalten des Kaisers galten sie nachher als Häretiker. Eine viel spätere gnostische Bewegung war die der Katharer, die in einem von Kirchenmännern geführten Holocaust im 13. Jahrhundert restlos abgeschlachtet wurden. Dieselbe Enzyklopädie wertet sie restlos als echt Christlich auf und sagt aus, dass „die Wertung der Katharer als ‚unchristlich’ nicht mehr aufrechterhalten werden kann“ (Theologische Realenzyklopädie, Bd. XVIII, 1989, S. 21-30).

 

Somit kann man durchaus eine „Wiedergeburt“ des gnostischen Christentums in unseren Zeiten begrüßen – ja, als Rückkehr zu den christlichen Wurzeln muss man es sogar ... Gewisse sektenhafte, sich „neugnostisch“ nennende Bewegungen allerdings ausgenommen ...

 

Was ist eine Sekte?

Auf der Webseite http://www.relinfo.ch/sekten/kriterien.html gibt es eine Kurzdefinition von dem, was man als eine Sekte versteht. Bemerkenswert ist, dass mehr oder weniger alle diese Kriterien für die Kirchen, insbesondere die katholische Kirche zutreffen! Ich fasse sie unten noch kürzer zusammen und in Hinsicht auf meine Behauptung etwas nachgebessert:

 

1. FührerIn

2. Abschottung

3. Gruppendruck

Demgegenüber steht die Esoterik an sich offen und tolerant zu anderen Lehren, als diejenige, die sie selbst vertritt – und das ist innerhalb von verschiedenen Gruppierungen der Esoterik unterschiedlich, meistens ohne dass es deshalb zu größeren Streitigkeiten kommt. Sie geht meistens einigermaßen auf Kritik ein und ein kritisiert auch selbst. Es gibt kein striktes Dogma mit Verboten gegen Andersdenken. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber sie bestätigen hier eher die Regel ...

 

Die Esoterik als Sammelsurium

Wie erwähnt, ist die heutige Esoterikszene ein buntes Sammelsurium von vielen Lehren und Glaubensformen. Wie kann man sich darin zurechtfinden? Wie kann man die Spreu vom Weizen trennen? Ein Kriterium wäre, auf sein Herz und seine innere Stimme zu hören. Ein anderes ist, inwiefern in der Lehre die Liebe als Grundsatz aufrecht gehalten wird. Ein wahrhaftiges esoterisches Verhalten ist offen und tolerant, und respektiert Meinungen und Glaubensauffassungen anderer, was nicht bedeuten muss, sie anzunehmen. Es zeichnet sich auch durch die bedingungslose Liebe aus, die uns Jesus gelehrt hat.

 

New Age

Als eine Art von Sammelbegriff wird dieses Sammelsurium auch „New Age“ genannt, eine Bezeichnung, die in v.a. kirchlichen und erst recht freireligiösen Kreisen wie ein „schmutziges Wort“ aufgefasst wird, wie eine wahre Ausgeburt des Teufels. Wie bereits angedeutet, mischen sich hier Wahrheit, Irrtum, Lüge, Wertvolles und Unsinn. Wie findet man sich da zurecht? Wie kann man hier die Spreu vom Weizen trennen und das Gute und Richtige retten?

 

Satanismus

Der Satanismus hat gar nichts mit wahrer Esoterik zu tun. Dies sei hier nur demjenigen gesagt, der zur Verleumdung diese beiden zu verbinden sucht.

 

Lichtarbeiter

Viele, die mit Methoden Menschen helfen wollen, die esoterisch anmuten, nennen sich „Lichtarbeiter“. Verleumder wollen meinen, dass es sich hier um etwa das „Licht Luzifers“ (des „Lichtbringers“) handele. Sie wissen es ja nicht besser … Selbst bezeichne ich mich privat lieber als Christusarbeiter, da ich zum wahren Christus gehöre, und nicht zum Scheinchristus des Kirchentums – auch wenn ich eigentlich nicht mit esoterischen Methoden arbeite, sondern, ganz im Sinne der guten alten wahren gnostischen Christen, mit der Erkenntnis von Reinkarnation und Karma.

 

Diejenige, welche die Tätigkeit solcher pauschal verurteilen wollen, die sich „Lichtarbeiter“ nennen, mögen diese Worte Jesu bedenken:  „Jesus aber sprach: Ihr sollt’s ihm nicht verbieten. Denn es ist niemand, der eine Tat tue in meinem Namen, und möge bald übel von mir reden. Wer nicht wider uns ist, der ist für uns. Ja, wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr Christi Jünger seid, der soll – das sage ich euch feierlich – seines Lohnes nicht verlustig gehen.“ (Mark. 9,39-41.)

 

Ein neues Christentum

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die heutige Esoterik mit der Zeit in ein neues, wahreres und lebendiges Christentum münden wird, was auch ewig-gestrige und rückwärtsstrebende Dogmengefangene dazu sagen mögen.

 

Bedenken

Hierbei sind jedoch Bedenken berechtigt. Überall wo es (nach den Definitionen oben) zu einem sektenhaften Verhalten kommt, sind Vorsicht sowie zunächst Zweifel und dann Hinterfragen angebracht (um die Zweifel möglichst zu klären – sie zu beseitigen oder auch zu bestätigen).

 

Solches sektenhaftes Verhalten ist, wie in anderen Glaubensrichtungen, auch hier zu beobachten. Sehr oft bezieht sich dies auf eine entweder überzeugend erscheinende oder auch diktatorisch vermittelte Lehre einer Person oder einer nicht verkörperten Wesenheit (die sich dann z.B. in „Durchgaben“ meldet). Diese Lehre verspricht Heil, Erlösung aus dem „Jammertal“ und eine bevorstehende neue Welt. Verkünder der Lehre geben sich nicht selten als die Reinkarnation eines großen Religionsführers (z.B. Jesus) oder als dessen Vertreter aus. Unten führe ich einige Beispiele an.

 

Es gibt jede Menge von sich als christlich bezeichnenden Webseiten und andere Veröffentlichungen, die alles verteufeln, was mit Esoterik und New Age zu tun hat, und sogar alternative Heilmethoden (nur die Heilmethoden des Mammons, d.h. diejenige der chemischen Industrie, sind ihnen gut genug – was für eine traurige Verirrung!). Sie haben in manchen Dingen nicht ganz unrecht, aber auch gar nicht in allem recht. Auch bei ihnen müssen wir tun, was sie offensichtlich selbst noch nicht können: die Spreu vom Weizen trennen.

 

Es geht hier nur um Fälle, wo ich selbst Bedenken habe, und weshalb. Alle die anderen Fälle, in welchen ich kein oder kaum Bedenken habe, müssen wohl hier nicht besonders besprochen werden ...

 

„Durchgaben“ oder Channelings

Es handelt sich hierbei um Mitteilungen, die durch ein Medium gegeben werden aber angeblich von einer Wesenheit oder möglicherweise einer nicht physisch anwesenden Person kommen. Solche „Durchgaben“ werden heute in erstaunlich großer Zahl gegeben. Was steckt dahinter und wer meldet sich da?

 

Es gibt sehr wenige gechannelte Botschaften, bei welchen ich ein gutes Gefühl habe. Unter dem ganz wenigen Weizen gibt es jede Menge von Spreu. Eines der seltenen Botschaften, bei welchen ich ein gutes Gefühl habe, ist das Buch Boten des neuen Morgens von Barbara Marciniak (u.a. Stb [Schirner Taschenbuch], Darmstadt, 2004). Es ist neuerdings (in Englisch) im Internet gratis zu haben: http://www.bibliotecapleyades.net/pleyades/esp_pleyades_14.htm.

 

Sind solche Durchgaben überhaupt möglich? Können Wesenheiten durch Medien sprechen? Offensichtlich schon! Gibt es also Telepathie? Wenn es sie nicht gäbe, wäre ja das Beten völlig sinnlos! Wenn nicht Gott (Christus und evt. Heilige) meine Gedanken auffassen würde(n), wäre es eine illusorische Zeitverschwendung. So wenn wir an Gott glauben, sowie an die Möglichkeit, auch im Gedanken zu ihm zu sprechen, geht es ganz offensichtlich um Telepathie. Warum sollte dann nicht das Umgekehrte ebenfalls möglich sein? Menschen haben tatsächlich erlebt, dass Gott zu ihnen gesprochen habe – oder wer es nun gewesen sein mag … Vielleicht war es nicht immer Gott, sondern eine Wesenheit, die sich für ihn ausgab, oder eben für eine der hier erwähnten „geistigen Persönlichkeiten“.

 

Ashtar Sheran

Seit Jahrzehnten kommen „Durchgaben“ von einem Ashtar Sheran, der sich als Kommandant einer Flotte von Raumschiffen ausgibt. Einige Quellen solcher „Durchgaben“ geben eine Anzahl von 10 Millionen Raumschiffen in seiner Flotte an – eine Zahl, die ganz ordentlich die Glaubwürdigkeit strapaziert! Das für wahr zu halten erfordert doch eine extreme Leichtgläubigkeit … Gibt es ihn dann wirklich? Ich halte es für möglich, dass es tatsächlich eine Wesenheit gibt, die sich für diesen Ashtar Sheran ausgibt oder ihn gar ist, und zwar weil es so lange so viele „Durchgaben“ durch so viele Quellen gibt, in welchen er (angeblich) spricht. Aber ist er – oder sie (die Wesenheit) – wirklich, was behauptet wird?

 

Ein erstes Hinterfragen mag mit dem Namen anfangen. Aus irgendeinem Grund kam mir die Idee, seinen Namen rückwärts zu lesen. Und siehe da! Er wurde zu reinem Sanskrit: Naresh Ratsha; besser geschrieben: Naresh Radsha oder Nara+Isha Raja (mit einem „englischen J“).

 

Die Sanskritgrammatik hat ein mühsames Kapitel, das sandhi heißt. Es hat mit Lautveränderungen zu tun, die entstehen, wenn zwei Laute aufeinanderstoßen. Ein Beispiel: Von a + i wird e. Von nara + isha wird naresha. Von naresha wird im heutigen Hindi nur naresh, weil ein -a, wenn am Schluss vorhanden, in jener Sprache stumm ist. Es ist deshalb nicht ungewöhnlich, heute in Indien Namen und Worte zu hören, die am Schluss kein -a haben und in unserer Schrift auch ohne jenes -a geschrieben werden, die aber in richtiger Sanskritform am Ende ein -a haben sollten, nur weil mit den heutigen Regeln jenes -a nicht ausgesprochen wird (obwohl es in der Devanagari-Schrift immer noch ausgeschrieben wird).

 

Was bedeutet dann naresha? Nara bedeutet Mensch und isha (auch deva) bedeutet Gott (oder Gottheit). Es bedeutet also etwa „Menschengott“ und kann sich auf ein Wesen beziehen, das sich als ein Gott für die Menschen ausgibt. Es kann sich aber auch auf ein Wesen beziehen, das zur Hälfte Mensch und zur Hälfte Gott ist. Einige Leser kennen vielleicht die indisch-mythologische Geschichte vor Narasimha, der halb Mensch und halb Löwe (simha) war. „Ratsha“ (in englischer Schreibweise und nach wissenschaftlicher Transliteration „raja“) bedeutet „König“. Der Name „Ashtar Sheranrückwärts gelesen bedeutet also „ein König, der ein Menschengott ist“ – oder vielleicht halb Mensch, halb Gott. Was soll das bedeuten? Angenommen, dass es ihn wirklich gibt: ist er dann möglicherweise einer der nephilim (einer derjenigen, die im 1. Mos. 6,2 und 6,4 erwähnt werden, Zwitter zwischen den „Kindern der Götter“ und der „Töchter der Menschen“)?

 

[In Bibelübersetzungen steht: „Kinder der Gottes“ aber der hebräische Text bedeutet wörtlich „Kindern der Götter“.]

 

Warum kehrt „Naresh Ratsha“ seinen Namen um? Das scheint mir verdächtig. Seine „Durchgaben“ zähle ich zur Spreu. Eine weitere bemerkenswerte Angabe war auf einer Webseite zu finden (nunmehr hier). Demnach soll Ashtar Sheran vom Planeten „Nirbua“ her kommen, also von Nîbiru? Sollte er ein Anunnaku sein?

 

Welche die Anunnaki sind und was für ein Planet Nîbiru ist, ist auf sehr vielen Webseiten zu finden und darüber schreibt Zecharia Sitchin in bisher 10 Büchern. Darüber klärt auch mein soeben erschienenes Buch auf. Sie sind Außerirdische, worüber bereits die babylonischen Keilschrifttafeln erzählten. Sie haben in uralten Zeiten die Menschheit genetisch manipuliert und sich wie eine Kolonialmacht auf der Erde verhalten, und sie sollen noch heute unsichtbar das Geschehen auf der Erde steuern und manipulieren. Unglaublich? Die Bücher von Sitchin – das erste heißt: Der 12. Planet – geben darüber sehr ausführlich Auskunft und mein neues Buch tut es auch, aber in einem anderen Sinne, als Sitchins.

 

Der eigentliche Name dieses Ashtar Sheran soll Aruseak sein. (vgl. u.a., für was es wert sein mag: http://www.bibliotecapleyades.net/pleyades/esp_pleyades_12a.htm und http://raphael-labro.org/billy_meier8.html).

In der Dämonologie ist Ashtaroth der Prinz der Hölle, und manche behaupten, dass es sich um den gleichen handele (siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Ashtaroth).

Liest man Aruseak rückwärts wird daraus „Kaesura“, und man denkt leicht an die Sanskritbezeichnung „Asura“ von einer Art von „Widergötter“.

 

Gibt es wirklich Außerirdische?
Dass es Außerirdische gibt, ist ganz selbstverständlich! Die Schulastronomie schätzt die Anzahl Sterne im Kosmos zu 1024, eine Eins mit 24 Nullen! Eine Quadrillion! Demnach muss es mindestens Trillionen von Planeten draußen gebe, und es wäre ganz einfach „Kopf-in-den-Sand“ naiv, behaupten zu wollen, dass es nicht darunter mindestens Millionen mit biologischem Leben gibt, und mindestens „zig“ tausend mit Zivilisationen, darunter ohne Zweifel Hunderte, die in ihrer technischen Entwicklung uns voraus sind. Das Letztere lässt hoffen, dass sie dann auch moralisch mehr entwickelt sind, als wir! Aber auf unserer Erde sind und waren die militärisch weit „entwickelten“ Kulturen eben nicht moralisch hoch entwickelt – denn „moralisch entwickelt“ hängt auch mit friedlich zusammen und steht demnach in Widerspruch zu Militarismus (es ist offensichtlich nicht möglich, mit Waffen Frieden herzustellen, sondern damit wird der Krieg nur unterdrückt, bis er wieder ausbricht; die Geschichte lehrt es deutlich aber wenige wollen es begreifen) – und es gibt Hinweise darauf, dass es im Weltraum analog ist: dass es leider auch Zivilisationen gibt, die Macht über uns ausüben wollen, und dass mindestens eine es bereits heimlich und unsichtbar tut: die der Anunnaki.

 

Sananda

Was die Wesenheit Sananda betrifft, wird behauptet, dass er Jesus sei. Sananda sei der „kosmische Name“ von Jesus, der ihm als geistiger Titel gegeben sei, als er von der irdischen Ebene aufstieg. Das scheint mir wirklich höchst zweifelhaft … Es sieht mir sehr nach einer Verführung eines der vielen falschen Christusse aus, wovor im Neuen Testament gewarnt wird. Auch diese Wesenheit spricht in vielen gechannelten Botschaften. Der Name soll angeblich „Der Aufgestiegene“ bedeuten, klingt aber wiederum nach Sanskrit. Das Wort ananda bedeutet etwa „Glückseligkeit“ und ist ein Bestandteil von vielen Namen, u.a. von sog. „aufgestiegenen Meistern“. Sa ist die Bezeichnung einer Schlange, bedeutet aber auch „Wind, Luft“. Sa kann auch die vereinfachte Transkription von śa sein, bei welcher der Akzent über dem S weggelassen wurde (was man in der Literatur sehr oft tut). Dieses Wort bedeutet „Zerschneider, Zerstörer“. Eine sprachliche Deutung als „Der Aufgestiegene“ ist aber nicht nachweisbar. Eine mögliche alternative Deutung ist als eine Kürzung von sva-ananda, das „in sich selbst glückselig” bedeuten würde.

 

Es dürfte überhaupt außerordentlich unglaubwürdig sein, dass sich Christus an dieses so verbreitete Channeling-Spektakel beteiligen würde, weshalb mir die bloße Behauptung schon sehr verdächtig erscheint.

 

Wurde Franziskus von Assisi wirklich gechannelt?
Ich habe ein Buch teilweise gelesen, da es mir ausgeliehen wurde: Gespräche mit Franz von Assisi von Beter Beck. Darin weist der angebliche „Franziskus” auch auf „Jesus-Sananda” hin (u.a. auf S. 27-28) und schon deshalb bezweifle ich sehr, dass die Aussagen wirklich vom wahren Franziskus kommen. Wie üblich gibt es darin einige sehr gute Sachen, denen ich zustimmen würde, die aber auch anderorts zu finden sind. Aber sie sind auch mit Aussagen vermischt, die ich so gar nicht annehmen kann, die man uns scheinbar damit „unterjubeln” will ... Z.B. behauptet „Franziskus”, dass es keine Chemtrails gäbe. Sie seien nur gewöhnliche Kondensstreifen. Und zu Außerirdischen: „... das gesamte Universum ist von einem friedlichen, unendlichen Gedanken getragen und Bösartigkeit, Kriegshetze, findet hier keinen Platz ... Sie brachten auch kein Werkzeug hierher, ihnen war es sogar wichtig, sich keineswegs in die Entwicklung der Menschheit einzumischen ...” Er beschwichtigt und will uns glauben lassen, dass es keine bösartige Außerirdische gäbe. Aber es gibt beide – gute und bösartige! Leider haben die Negativen die Menschheit sehr viel manipuliert, und sie tun es heute noch. Sie stehen hinter der Neuen Weltordnung und bestimmten Geheimorganisationen, die in der Welt eine heimliche Macht ausüben wollen. Wer sich näher mit diesen Dingen befasst hat, kann es nur als naiv bezeichnen, dies nicht wahr haben zu wollen. Oder als Irreführung ... „Und es existieren bereits sehr gute Channels, denen es mühelos gelingt, mit ihnen in Kontakt zu treten, um unter anderem von ihrem fortschrittlichen Wissen zu profitieren” – also solche, die mit jenem Sananda und Ashtar in Kontakt stehen? Es gibt viele solche Channels, welche der Manipulation und Irreführung sehr gut dienen ... für die Leichtgläubigen. Jener „Franziskus” lehnt total ab, dass „die Macht der Welt sei auf wenige Familien aufgeteilt” die alles steuern. Zwar dürfte es in einer entfernten Zukunft hoffentlich wahr werden, dass „das Volk seid ihr ... Die Politiker sind nichts anderes als die Essenz des Volkes, und es liegt in euren Händen, gute Vertreter einzusetzen. Es liegt in euren Händen, verlässliche Politiker zu wählen und Demagogen abzuwählen. Die Macht liegt bei euch und keinesfalls in den Händen von einigen wenigen Familien, die euch manipulieren und in einem Diktat vorgeben, was ihr zu tun habt und was nicht.” Aber da sind wir wirklich noch lange nicht! Wo gibt es in der Welt eine solche echte Demokratie? Wo gibt es wahrhaftig ehrliche Politiker (solche verschwinden sonst ziemlich schnell von der Bühne ...)? Solche, die nicht Lügen und das globale Manipulationsspiel mitmachen? Weiß er denn wirklich nichts von Illuminaten, Bilderberger, Rothschild und Rockefeller? So ein „Franziskus” ist entweder naiv, blind oder ein Irreführer, der jener geheimen Weltmacht dient! Vielleicht eben deshalb das Letztere, weil er selbst zu jenen Außerirdischen gehört, die im Weltgeschehen mitmischen ...

Im Vorwort steht etwas geschrieben, dass ich folgendermaßen verstehe. Der Hauptkontakt jenes Verfassers beim Channeln ist Kuthumi, einer der sog. „aufgestiegenen Meister” der Theosophie (die mir suspekt sind), und er habe dem Verfasser (zwischen den Zeilen gelesen) eigentlich gesagt, dass sich das Buch besser verkaufe, wenn es im Namen des Franziskus von Assisi herausgegeben wird ...

 

666 und Maitreya

Welcher Name mit 666 gemeint ist, bleibt ein Rätsel. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten. Eine Möglichkeit wäre der Name Maitreya – der Name dessen, der nach Benjamin Creme behauptet, der wiedergekommene Jesus zu sein. Der Name ist eigentlich ein Sanskritwort, das „wohlwollend“ bedeutet. Bei der Auswertung muss man daher zuerst einige Besonderheiten des Sanskrits berücksichtigen: In Sanskrit (so wie z.B. auch in den slawischen Sprachen) werden auch Eigennamen flektiert. „Maitreya“ ist grammatikalisch nicht der wirkliche Name, sondern dessen Wurzelform, die man in westlichen Sprachen für den unflektierten Gebrauch übernommen hat. Richtig wäre hier die Nominativform Maitreyah(a) . Am Schluss steht hier ein H-Laut, auf dem der vorausgehende Vokal kurz nachklingt. Y ist die internationale Transliteration eines Sanskritlautes, das im Deutschen durch J dargestellt wird. E ist lang, Sanskrit kennt kein kurzes E. In der hebräischen Schrift wird die Länge von A oder E meistens durch den Buchstaben ’aleph א als „Verlängerungszeichen“ dargestellt. Das eher konsonantisch lautende I im Diphthong AI wäre in der Übertragung auf das Hebräische lautmäßig durch J darzustellen. Die Transliteration würde demnach zu MJTRH oder מיתראיה mit dem Zahlenwert 666! Dies ist kein Kunstgriff, sondern eine möglichst lautrichtige Übertragung in die hebräische Schrift.

 

Es gibt Widersprüchliches über diesen Maitreya. Seit über 30 Jahren behauptet er (in Mitteilungen durch Benjamin Creme), dass er „bald“ in die Öffentlichkeit treten würde – mit diesem „bald“ ist es ja schon längst vorbei. Er hält sich immer noch versteckt. Es wird auch gesagt, dass er, wenn er schließlich doch öffentlich auftritt, über Fernsehkanäle so sprechen würde, dass jeder Zuhörer seine Worte in der ihm eigenen Sprache verstünde (vgl. Apostelgeschichte 2,2-6). Die Auswertung seines Namens oben muss selbstverständlich nicht bedeuten, dass er tatsächlich jener 666 ist oder mit ihm zu tun hat, aber sie stimmt zumindest nachdenklich.

 

Der echte Maitreya wurde schon in uralten Zeiten als Nachfolger Buddhas vorausgesagt. Was eben erwähnt wurde, wird sich aber nicht auf den echten Maitreya beziehen, der immer noch erwartet wird, sondern auf vorher Auftretende, die sich nur als Maitreya ausgeben. So wie in der Bibel vor falschen Christussen gewarnt wird (s.u.), wird auch vor jenen zu warnen sein. Könnten einige von diesen Anunnaki sein? Vielleicht ist sogar der echte Maitreya und der lange und immer noch erwartete wiedererscheinende Christus die gleiche Wesenheit.

 

Siehe hierzu auch weitere Kommentare hier.

 

Es scheint höchst bedenklich, dass sowohl Ashtar Sheran, wie auch Sananda mit diesem Maitreya zusammen auf Webseiten erwähnt werden. So behauptet „Maitreya“ selbst zum Ersteren: „Ashtar Sheran ist ein hoch entwickeltes Mitglied der Bruderschaft des Weltraums. Diese Energie ist eine von vielen um die irdische Ebene herum, die Geist, Frieden und Liebe lehren“ (http://www.maitreya-edu.net/questionanswers/offans3.htm).

 

Siehe auch http://www.hiddencodes.com/maitreya.htm

 

Maria Magdalena

Es gibt gar nicht wenige, die sich für die Reinkarnation von Maria Magdalena halten. Eine davon ist Edith Marie Schubert, in deren „Durchgaben“ wiederum Ashtar Sheran häufig zu Wort kommt, wie auch angeblich Jesus selbst – da er sich sicher so niemals channeln lassen würde, dürfte es wohl wieder jener Sananda sein, der sich hier meldet. Ashtar Sheran behauptet (wie oben bereits erwähnt) auch hier, der Kommandant von 10 Millionen Raumschiffen zu sein. Er sei von einem Planeten beim Stern Alpha Centauri, und von daher sei auch Jesus gekommen (in dem Fall wiederum jener Sananda ...), und gehöre zu einer Zivilisation von Menschen dort, die als Santiner bezeichnet werden (vgl. hier, auch wenn ich wirklich skeptisch bin, wenn es um die „Galaktische Föderation“ geht, und da denke ich eher an „Starship Enterprise“ u.ä. ... andere Berichten stellen sie als sehr positiv dar – wie kann man da Spreu vom Weizen trennen?).
Es kann natürlich sein, dass Ashtar und Sananda behaupten, Santiner zu sein, oder vielleicht Abtrünnige solche sind. Wenn es Santiner gibt – und das kann ich natürlich gar nicht ausschließen – werden sie dadurch eher verleumdet ...

 

In einem Buch (das ich nicht gekauft habe, aber man hat mir davon erzählt) kündigte sie für 2008 an, dass es zu sehr umfassenden Naturkatastrophen kommen solle, welche vielleicht nur ein Drittel der Weltbevölkerung überleben würde. Und nicht unerwartet ist wieder gar nichts geschehen! Da können wir allerdings nicht von einer Enttäuschung reden ... Ist Angstmacherei auch eine der Methoden, die hier zur Anwendung kommen?

 

Hier geht es wohl wieder um einen bemerkenswerten Fall von Leichtgläubigkeit und es funktioniert offensichtlich mit dem Egokitzel von „ausgewählt“ und mit einer besonderen „Aufgabe“ anvertraut zu sein.

 

Nach dem Flop (ja, so muss man wohl sagen) mit den Naturkatastrophen im 2008 wurde, übrigens, die Webseite völlig erneuert ...

 

Es wird Scharen von Menschen geben, welche im Seelenzustand nach dem Ableben mit tiefer Enttäuschung feststellen müssen, „spirituellen“ Hochstaplern (verkörperten oder unverkörperten, 3- oder 5-dimensionalen, irdischen oder außerirdischen, Gurus, Predigern, Sektenführern und Fundamentalisten) auf den Leim gekrochen zu sein. Warum tun jene Irreführer das? Eine Hypothese, die ich in meinem neuen Buch bespreche, ist, dass sie durch Aufmerksamkeit und Hingabe der Gläubigen von ihnen Lebensenergie abzapfen und sich daran ernähren können.

 

Universelles Leben

Die Organisation Universelles Leben mit Zentrum in Würzburg wird geleitet von Gabriele Wittek, die behauptet, ein Medium für Christus zu sein. Vor vielen Jahren war ich zufällig in einer Stadt, wo sie einen Vortrag hielt. Ich ging hin, um sie zu hören. Angeblich sprach Christus durch sie, aber da war keine Liebe zu spüren, sondern es kamen strenge und drohende Worte. Das bestätigte meine Zweifel. Auch wenn diese Organisation tatsächlich viele interessante Schriften herausgibt (beim ganz Wenigen, was ich bisher davon gelesen habe, musste ich teilweise zustimmen), scheint es mir trotzdem sehr zweifelhaft, dass wirklich Christus durch sie sprechen würde.

 

Seth

Jane Roberts hat jahrelange eine Wesenheit mit dem Namen Seth gechannelt und die Botschaften in vielen Büchern veröffentlicht. Daraus entstand ein Kult, der wohl heute noch lebendig ist. Vor vielen Jahren hatte ich die Gelegenheit, ein Video zu sehen, in welchem Jane Roberts erst von sich selbst erzählte und sich dann für das Channeling von Seth öffnete. Da wurde sie total anders: streng, lieblos, dogmatisch und sie – oder eher der durch sie sprechende Seth – machte einen unangenehmen Eindruck. In den Büchern gibt es eine Menge an sich intellektuell ansprechendes Material, aber kommt es wirklich von einer positiven Wesenheit? Ich weiß es nicht, habe aber Zweifel. In der ägyptischen Mythologie gilt Seth als ein eher negativer und bösartiger „Gott“, der auch gemordet hat. Ich würde die Bücher mit Vorsicht und hinterfragendem Vorbehalt lesen (wenn überhaupt).

 

Aufgestiegene Meister

V.a. von theosophischen Bewegungen her werden uns mehrere sog. „aufgestiegene Meister“ vorgestellt (Sananda soll einer von ihnen sein). Bei diesem „Pantheon“ von „Heiligen“ empfinde ich auch viel Zweifel. Wohin sind sie eigentlich „aufgestiegen“? In die Astralebene? Vgl. http://www.wegbegleiter.ch/wegbeg/esotlupe.htm.

 

Warum Sanskrit-Namen und warum rückwärts?

Es ist eigenartig, dass viele, die in solchen Durchgaben sprechen, sich Namen in Sanskrit zugelegt haben. Warum eigentlich das? Macht es so mehr Eindruck? Es ist ja nun einmal so, dass in der Esoterikszene das gute alte indische Wissen und damit indirekt Sanskrit eine erhebliche Rolle spielen. Und das gar nicht zu Unrecht, denn in der indischen Überlieferung gibt es eine volle Schatzkiste an geistigem Wissen, dass aber vielfach entweder missverstanden oder auch missbraucht wird.

 

Es ist auch eigenartig, dass einige ihre (zugelegten) Namen rückwärts schreiben! Oben wurde das im Fall von Ashtar Sheran nachgewiesen. Es gibt aber auch andere Fälle. Ein Verfasser von an sich interessanten Büchern ist Drunvalo Melchizedek. Drunvalo ist höchst wahrscheinlich der norwegische Name Olav Nurd rückwärts geschrieben. Was soll denn das? Und sich mit dem biblischen Priesterkönig Melchizedek vielleicht identifizieren zu wollen scheint mir schon ein bisschen überheblich. Damit will ich allerdings nicht abwerten, was er schreibt und lehrt, aber das erwähnte kommt mir schon ein wenig komisch vor. Vielleicht sollte ich mich lieber Lledgis nennen ... mit dem doppelten L am Anfang könnte es fast ein wenig keltisch erscheinen ...

 

Naturheilkunde und Alternativmedizin

Es gibt Bücher und Webseiten von „christlichen“ Gruppen und Organisationen, die alles verteufeln, was mit Alternativmedizin zu tun hat. Am Ende taugt einzig und alleine die chemisch-pharmazeutische Medizin, die ja nun wirklich eher aus dem „Tempel Mammons“ stammt, nämlich aus einer profitorientierten Industrie in einer „neuen Weltordnung“. Damit will ich nicht leugnen, dass diese Medizin einen wichtigen Platz in unserer Heilkunde hat, aber sehr bedenklich ist u.a., wie sie aus geschäftlichen Gründen (so wie jene Gruppen) ebenfalls die Alterativmedizin bekämpft. Darunter:

 

Homöopathie

Diese funktioniere mit „geheimnisvollen Kräften“ und sei ja nicht von einem Christen, sondern vom Juden Samuel Hahnemann entwickelt. Somit könne es sich nur um „teuflische“ Kräfte handeln … Das Antisemitische in solchen Behauptungen wollen sie offensichtlich nicht einsehen.

 

Die Schulwissenschaft will mit allen Mitteln diese hochwirksame Medizin als Scharlatanerie und Unsinn verurteilen, obwohl es sich hier ohne Zweifel um physikalische Prinzipien handelt, welche unsere heutige Physik noch nicht kennt. Die Erkenntnisse vom Masaru Emoto weisen auf eine Erklärung der Wirksamkeit der Homöopathie hin.

 

Akupunktur

Diese stamme aus nicht-christlichen Kulturen und können daher nur „teuflisch“ sein … Ich hörte vor vielen Jahren einen Vortrag von einem Franzosen, der (höchst wahrscheinlich im Auftrag der pharmazeutischen Industrie) nachweisen wollte, dass Akupunktur nur bei Asiaten aber nicht bei westlichen Menschen wirksam sei. Absolut lächerlich …

 

Kräuterheilkunde

Diese sei die alte Heilkunde von „Hexen“ und deshalb nicht christlich. Wie wenn die Kräuter vom Teufel wachsen gelassen würden und nicht von Gott … Eine mittelalterliche Einstellung.

 

Handauflegen

Heilung durch Handauflegen wirke mit teuflischen Kräften. Dabei hat nicht nur Jesus selbst, sondern auch seine Jünger so geheilt! Bibelworte zum Heilen:   
Mark. 9,38-39: „… Meister, wir sahen einen, der trieb Teufel in deinem Namen aus, welcher uns nicht nachfolgt; und wir verboten’s ihm, darum, dass er uns nicht nachfolgt. Jesus aber sprach: ’Ihr sollt’s ihm nicht verbieten. Denn es ist niemand, der eine Tat tue in meinem Namen, und möge bald übel von mir reden.’”   
Mark. 16,18: „… auf die Kranken werden sie die Hände legen, so wird’s besser mit ihnen werden.”

Joh. 14,12: „Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater.”

 

Reiki

Auch hier wird alles mögliche Negative ins Feld gezogen, obwohl der Urheber Mikao Usui auch vom Christentum angetan war. Es ist zwar nach meinem Eindruck so, dass hiermit ein ungutes Geschäft getrieben wird, v.a. mit Lehrgängen zu überzogenen Preisen. Aber zum Heilen durch Handauflegen an sich gilt grundsätzlich das, was ich oben geschrieben habe: Wer es in Christi Namen tut – und das gilt dann auch für Reiki – kann es wohl nicht wirklich falsch machen.

 

Die Möglichkeit zu Heilen durch Handauflegen ist etwas, was wohl im Prinzip in jedem von uns steckt, nur haben die wenigsten den Mut dazu, in dieser Form eine Mitmenschliche heilende Zuwendung zu geben. Man hat eher Angst, zu versagen und sich lächerlich zu machen. Die besondere Bedeutung von Reiki (jedenfalls wenn in Christi Namen getan) liegt m.E. darin, dass eine erlernte Methode diesen Mut gibt. Demnach ist es eigentlich zweitrangig, nach welcher erlernten Methode man vorgeht …

 

Und so weiter ...

 

Ich will nicht widersprechen, dass es in der Esoterikszene auch viel Scharlatanerie und Unsinn gibt, und dass manch einer auch da mit dunklen Kräften arbeitet. Es soll „Heiler” geben, die mit Magie arbeiten (und sie wollen nichts davon wissen, was für ein Berg von Karma sie vor sich hin schieben, bis er über sie hereinbricht ...). Schwarze Schafe gibt es überall! Das bedeutet aber keinesfalls, dass es alles nur übel sei! Scharlatane gibt es auch in der Schulmedizin! Wer nicht an erster Stelle seine Heiltätigkeit als eine Liebestat sieht, sondern dem es mehr um Geld und Ruhm geht, ist schon ein Scharlatan! Sie haben den hippokratischen Eid abgelegt aber halten sich gar nicht daran ... Auch im Kirchentum und in „christlichen” Sekten gibt es Scharlatane und Lippenbekenner!

 

In manchen, v.a. freichristlichen, Kreisen wiederholt sich das Mittelalter ... oder sie stecken ewig-gestrig noch darin fest, obwohl wir im 21. Jahrtausend sind ...  Eine sehr wirksame Form der Gehirnwäsche (von sich selbst und anderen) ist, keine anderen Informationen zuzulassen, als die, welche die eigene Auffassung stützt. Ein Weg zur persönlichen Freiheit ist, nach Möglichkeit alle zugänglichen Informationen zur Kenntnis zu nehmen und zu vergleichen, sodass man sich eine eigene Meinung bilden kann. Diktaturen bestehen u.a. deshalb, weil sie durch Zensur das Letztere verhindern.

 

Der Fehler mancher „Lichtarbeiter” ist offensichtlich, dass sie ihre Arbeit nicht mit dem wahren Christus und dem wahren Gott, dem Urschöpfer (von Jesus „Vater” genannt) zu verbinden verstehen. Es muss gar nicht eine „Entweder-Oder” sein, sondern es kann beides sein! Tatsächlich: Es geht! Man muss nicht von einem Extrem zum anderen wechseln, sondern man kann eine Brücke schlagen! (Selbstverständlich muss dabei auf beiden Seiten einiges an Unrat ausgeräumt werden, auf der einen Seite in der Esoterik, auf der anderen Seite im menschlichen Missverständnis von Religion und Bibel, mit Fehldeutungen und Verirrungen. Vieles ist dabei durch politische Machtspiele entstanden.)

 

Bevorstehende Katastrophen

Es werden immer wieder große Katastrophen vorausgesagt, wie eine Art von Gebetsmühle, die bei jeder Umdrehung eine neue Seite zeigt. Bisher haben sich keine solche Voraussagen bewahrheitet. Warum sprechen die Menschen derart darauf an?

 

Es ist natürlich eher erfreulich, wenn dies nicht in Erfüllung geht, aber in Hinsicht auf verschiedenen Voraussagen – die offensichtlich zum allergrößten Teil gar nicht ernst zu nehmen sind! – wäre mir Naturkatastrophen viel Lieber als der Superwahnsinn eines evtl. 3. Weltkriegs ...

 

Viele haben Voraussagen von v.a. Edgar Cayce und Nostradamus dahin gehend gedeutet, dass eine umwälzende Veränderung zur Jahrtausendwende 2000-2001 oder gar kurz davor kommen sollte (aber so weit ohne Bezug auf Außerirdische). Viele spirituell eingerichteten Menschen fühlten sich enttäuscht und entmutigt, als gar nichts geschah.

 

Es gab im 2008 im Internet immer mehr Voraussagen und gechannelte Botschaften in Bezug auf ein Ereignis, das angeblich am 14. Oktober 2008 kommen sollte. Ein riesengroßes Raumschiff solle dann 3 Tage lang am Himmel zu sehen sein. Das sollte der erste „öffentliche“ Kontakt von Außerirdischen mit der Erdbevölkerung sein. Sofern es überhaupt stattfinden würde – aber das hätte immerhin möglich sein können, da es ja nicht anders sein kann, als dass es Außerirdische gibt (s.o.)! Es gab in diesem Jahr schon vorher mindestens zwei vergleichbare Ankündigungen (eine bezog sich auf ein großes Erdbeben in den USA, eine andere auf das Sichtbarwerden eines Planeten Nîbiru), die nicht unerwartet unerfüllt blieben. Am Tag nach dem Datum in der Ankündigung war die eine entsprechende Webseite verschämt aus dem Internet geschlichen, die andere war mit irgendeiner diffusen Ausrede abgeändert. (Vgl. auch unter „Maria Magdalena“ oben.)

 

Es geschah am 14.10.08 gar nichts! Was nicht unerwartet war. Es gab dann Erklärungen der Art von „Die Erscheinung war nur für diejenigen sichtbar, welche ein entsprechendes geistiges Niveau haben“ oder „die es sehen sollten haben es gesehen, andere sind noch nicht so weit“ und Ähnliches ... Wiederum also nur Unsinn … und der Unsinn ging im Wesentlichen wieder von Ashtar Sheran aus. Er hatte nämlich in „Durchgaben“ selbst dieses Erscheinen angekündigt und sich dadurch entlarvt.

 

Meldungen wie in diesem Theater um „14.10.“ wecken verständlicherweise Hoffnungen ... und dann wieder Enttäuschung ... (außer für die Ewiggestrigen, die den derzeitigen Zustand und die heutige Machtstruktur behalten wollen, wenn es auch den Zusammenbruch von Wirtschaft und Finanzen und gar einen neuen Weltkrieg bedeuten sollte ...). Ob wohl die nächste große Enttäuschung 2012 sein wird? 

 

Aber große Naturkatastrophen sind für die Zukunft keinesfalls auszuschließen ... Vgl.: http://www.christliche-reinkarnation.com/GlobErw.htm und http://www.christliche-reinkarnation.com/Erde.htm.

 

Nun soll natürlich jede(r) seine/ihre eigene Auffassung über diese Dinge bilden, aber ich möchte hierbei vor Leichtfertigkeit warnen. Es gibt gar keine Garantie dafür, dass es sich hier wirklich um ausschließlich positive und wohlwollende Außerirdischen handelt, sondern sie könnten sehr wohl in einer anderen aber verborgenen Absicht kommen! Dazu aus dem oben genannten Buch von mir, hier nach dem Buch von Barbara Marciniak mit Zitaten daraus:

 

Manipulierte Gesellschaft
Die heutige Gesellschaft der Erde ist geschickt gestaltet, um uns von unserem inneren Wissen abzuhalten. Wenn sich diese „Götter“ eines Tages wieder zu erkennen geben, werden sie sich als unsere Wohltäter und Retter ausgeben, aber sie wollen in Wirklichkeit eine neue Form von Autorität und Kontrolle aufrichten. Sie wollen ein neues Glaubenssystem errichten und es gut vermarkten, und die Vorbereitungen sind schon im Gange. Durch die „Wunder“, die sie tun werden, werden die Menschen sie verehren, aber dann kommt die Überraschung: Die Tyrannei wird noch größer sein als vorher. Da wird es wichtig sein, in uns hineinzuhorchen, zu hinterfragen und auf unser Inneres zu hören – auf die Intuition –, statt auf das, was uns gesagt und vorgemacht wird! Die Zeit ist gekommen, in der wir die Herrschaft über uns selbst übernehmen, und der Weg ist der des Nicht-Mitmachens. Wenn wir auf unsere Gefühle hören und unserem Inneren folgen, anstatt der äußeren Desinformation zu gehorchen, können wir es erreichen. Wir sollen uns nicht irreführen und manipulieren lassen: „Ich bestimme den Takt für mich selbst, und er ist Licht und Information und nicht mehr im Dunkel zu sein.“

 

„Die endgültige Tyrannei in einer Gesellschaft ist nicht die Kontrolle durch Kriegsrecht. Sie ist die Kontrolle durch psychologische Manipulation des Bewusstseins, wodurch die Realität so definiert wird, dass diejenige, die drinnen sind, nicht einmal merken, dass sie im Gefängnis sind.“ Hierzu werden die Medien verwendet – Fernsehen, Radio und Presse. Diese sind natürlich nicht an sich übel, werden aber übel verwendet. Um über uns selbst die Herrschaft zu übernehmen, müssen wir uns von diesen Medien distanzieren. Weltweit werden Techniken zur subliminalen (unterschwelligen) Beeinflussung eingesetzt. In Erziehung und Ausbildung ist es ähnlich: Wir werden mit Ideen gefüttert, ohne es zu merken. In der Gesellschaft werden Streitfragen aufgeworfen, nur um die Menschen vom Wesentlichen abzulenken und Disharmonie zu erzeugen. Hier wirken die „Schöpfergötter“ unerkannt mit.

 

Gehört die gegenwärtige Situation der Terrorismusdrohung zu solcher Manipulation? Will man eine Bedrohung heraufbeschwören, sodass die Menschen Überwachungssysteme zu „ihrem eigenen Schutz“ akzeptieren, die dann letztendlich zu ihrer eigenen Überwachung und Kontrolle dienen sollen – ihnen, wie man sagt, „unterjubelt“? (Vgl. http://www.christliche-reinkarnation.com/Orwell.htm).

 

Diese Außerirdische, die sich schon in den babylonischen Keilschrifttafeln als Götter ausgegeben haben, sind vermutlich 5-dimensionale Menschen und daher leicht in der Lage, uns Scheinerscheinungen zu machen und unser Denken zu beeinflussen. Zum letzteren Zweck ist ihnen das Netz – das wie ein Spinnennetz unsere Welt immer mehr umspannt – von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern offensichtlich sehr „brauchbar“ (und sie werden durch ihren bisher unsichtbaren und uns unbewussten Einfluss auf die Menschheit diese Entwicklung für ihren Zweck vorangetrieben haben). Siehe: http://mobilfunk-macht-krank.eu und http://wie-mobilfunk-krank-macht.eu. Es gibt auch eine Meldung, dass digitales Fernsehen ähnliche „absichtliche Nebeneffekte“ haben könnte, siehe http://www.wariscrime.com/2008/12/15/news/digital-tv-mind-control-by-the-sound-of-silence.

 

Indische Gurus

Ich war viele Male in Indien und habe mit gemischten Gefühlen dort auch Gurus erlebt. Ich bin zu der Meinung gekommen, dass es ganz sicher echte Gurus gibt, aber sie treten nie in die Öffentlichkeit. Diejenige, die öffentlich bekannt sind, sind es nicht.

 

Man spricht in Indien von Siddhis. Diese sind acht geistige Fähigkeiten, welche sich dem geistig Strebenden auf dem Weg allmählich entwickeln. Diese sind:

anima: die Größe seines Körpers bis zur Größe eines Atoms verringern

mahima: den Körper bis zu unendlicher Größe erweitern

garima: unendlich schwer werden

laghima: beinahe schwerelos werden

prapti: zu allen Orten uneingeschränkten Zugang haben

prakamya: jeden Wunsch erfüllen

ishtva: absolutes Herrsein haben

vashtva: Macht, alles zu beherrschen

Es heißt, dass diese Siddhis eine gefährliche Verführung ausmachen. Man dürfe sie nie verwenden, da man ab dem Moment auf dem Weg stehen bleiben würde. Man käme nicht weiter, sondern verfiele ihrer Versuchung. Genau das wird für viele dieser Gurus gelten, wenn sie durch z.B. Materialisationen ein Spektakel treiben, um Devotees an sich zu fesseln.

 

Sexuelle Übergriffe

Es ist in den letzten Jahren viel über sexuelle Übergriffe solcher Gurus berichtet worden. Es ist doch selbstverständlich, dass auch sie ihre Sexualität haben und diese auch leben dürfen, die Frage ist nur, wie? Niemand hätte das Recht, zu verurteilen, wenn sie dies in ihrem Privatleben unter freiwilliger Beteiligung eines Sexualpartners tun. Auch nicht, wenn sie es in homosexueller Form tun würden und ebenfalls nicht, wenn es um mehrere freiwillige Partner geht. Aber es wird echt problematisch, wenn ein Partner dazu gezwungen wird, erst recht wenn dies durch Ausübung eines Siddhi o.ä. geschieht (sodass der Partner sich in z.B. einem hypnotischen Zustand o.ä. befindet und nicht weiß, was er/sie tut) oder auch sonst durch Machtausübung. Es wird auch problematisch, wenn der Guru nach außen Enthaltsamkeit predigt und sich selbst nicht daran hält. Gerade solche Sachen sind offensichtlich vorgekommen.

 

1976 erschien ein Buch Lord of the Air von Tal (Robert Taliaferro) Brooke (Lion, Berkhamsted, Herts UK). Es war der erste Bericht über verschiedene sexuelle Übergriffe z.T. pädophiler Art des Satya Sai Baba. Es scheint nach Internetberichten zwar, dass Tal Brooke vielleicht schon damals eher ein „christlicher Fundamentalist“ war und möglicherweise in der Absicht ihn zu entlarven sich unter den „Sai-Babisten“ mischte, um zu diesem Zweck nach Verwerflichem zu suchen. Also wie ein Spion. Jedoch kann man dadurch nicht das Ganze von sich weisen, denn Jahre später kam ein neuer Bericht von Conny Larsson, der sicher kein „christlicher Fundamentalist“ ist (siehe http://www.saibabaexpose.com/GD.htm), wo Ähnliches berichtet wird. Außerdem wäre es ja absolut unchristlich, wenn Brooke alles gelogen hätte! So geht kein echter Christ vor! Später kamen immer mehr solche Berichte zutage, und man kann heute kaum mehr an die Sache zweifeln (siehe u.a. http://www.exbaba.com, oben „Witnesses“ klicken).

 

Sofern Tal Brooke je vom Östlichen angetan war, hat er die Seite völlig gewechselt. Er bekämpft heute New Age als eine satanische Verführung“ und hat scheinbar die Perspektive verloren, die ihm ermöglicht hätte, die Spreu vom Weizen zu trennen ... was aber nicht ausschließt, dass er damals mit seinem Buch jedenfalls in der Sache mit Sai Baba im Wesentlichen recht hatte.

 

Ähnliches wird auch über andere Gurus berichtet, z.B. Shri Chinmoy (vgl. http://www.factnet.org/cults/Sri_Chinmoy/index.html) und Babaji. Vom Letzteren habe ich einen persönlichen Bericht aus zweiter Hand. Eine Bekannte von mir erzählte, dass eine ihrer Freundinnen bei Babaji war. Er habe verlangt, mit ihr Sex zu haben, und sie fügte sich. Nachher hatte sie Gonorrhöe! Als ich das einer anderen Person erzählte, die 100 % „Babajistin“ ist, war ihre Antwort: „Das arme Mädchen versteht ja nicht, was für eine Reinigung das war!“ So reden sich offensichtlich viele lieber heraus, als eine unangenehme Tatsache anzuerkennen, durch die das illusorische Bild des Gurus wackeln könnte … Es wurde mir auch von einem italienischen Ehepaar berichtet, das am Ashram des Babaji zeltete. Der Guru trat ins Zelt, schickte den Ehemann hinaus, legte sich hin, zeigte auf seinen Unterleib und sagte zur Frau: „Massieren!“

 

Solche Berichte sind natürlich „gefundenes Fressen“ für „christliche“ Propagandisten, die daraus eine Keule der Verurteilung fertigen wollen. Und trotzdem gibt es immer wieder Ähnliches auch in ihren Kreisen! Nicht nur die vielen Skandale in der Kirche, sondern in manchmal noch mehr skandalöser Form in freireligiösen Kreisen, wo manche „Prediger“ Frauen in besonderer Weise segnen und sie schwanger hinterlassen. Ein horribles Beispiel ist der Pfingstprediger Helge Fossmo aus Knutby in Schweden (siehe u.a. www.religionnewsblog.com/8939 und www.thelocal.se/guides/?to=knutby).  Man mag sich deshalb fragen, ob nicht ein Teil jener Berichte über indische Gurus aus propagandistischen Gründen übertrieben ist, auch wenn es im Wesentlichen stimmen dürfte.

 

Energiesauger

Ich bin zur Überzeugung gekommen, dass zumindest viele dieser Gurus von ihren Devotees unerkannt und heimlich Lebensenergie saugen, um sich daran zu ernähren und damit Kräfte für z.B. Materialisationen zu sammeln. Angeblich werden nicht selten Besucher bei Sai Baba, die eine längere Zeit im Ashram wohnen, schwach und krank. Das legt man wiederum als „Reinigung“ aus …

 

Rajneesh/Osho

Ich habe keine persönliche Erfahrung mit ihm oder seinen Anhängern. Jedoch: Wie viele wissen, dass „Rajneesh“ eigentlich „Herr der Nacht“ bedeutet?

 

Persönliche Erfahrung

Ich war einige Jahre immer wieder in einem Ashram eines indischen Gurus, dessen Namen ich hier nicht erwähnen möchte (nicht Sai Baba, nicht Babaji, nicht Rajneesh/Osho, nicht Maharishi, nicht Ammaji, nicht …) und habe dort auch gute Zeiten verbracht. Dort bin ich selbst Zeuge von Materialisationen geworden. Es fiel auf, dass manche Devotees, v.a. Frauen, die lange Zeit dort wohnten, fast wie in einer Trance herumliefen und vom Guru sprachen, als ob wäre er Gott selbst oder gar der wiedergeborene Jesus. Sie waren teilweise fast unansprechbar. Sexuelle Übergriffe scheint es aber gar keine gegeben zu haben. Es fiel auch auf, dass reiche Devotees bevorzugt wurden, während weniger Bemittelte sich eher in die hinteren Reihen setzen sollten. Der Guru sprach immer wieder davon, dass er für dieses und jenes Geld brauche und die mehr Wohlhabenden haben viel gespendet. Der Ashram ist in dieser Zeit, als ich wiederholt da war, stark herangewachsen. Am Anfang, als er noch klein war, war es dort viel angenehmer.

 

Mit der Zeit kamen merkwürdige Informationen zusammen. Ein Mann, der ihm nahe stand, erzählte einmal von der Zeit, als er noch mit dem Guru auf dem Gelände ziemlich alleine wohnte. Der Guru konnte sehr zornig werden, wenn ihm etwas nicht passte. Einmal verlangte er heiße Milch, aber darin schwamm ein kleiner schwarzer Fremdkörper. Er schleuderte den Becher an die Wand und schrie: „Was bringst du mir denn für eine Milch!“ Der Mann, der es mir erzählte, sagte ihm dann, dass er nun genug habe und von ihm weggehen würde, und er ging weg. Dann kam der Guru ihn bittend nach; „Ach bitte, bleibe doch bei mir!“

 

Als der Ashram noch klein war, konnte man manchmal einen persönlichen Kontakt mit dem Guru haben und ihm nahe sein. Einmal, als ich bei ihm saß, sagte er plötzlich: „Mein Großvater war ein Schwarzmagier.“ Ich wunderte mich, aber er sagte nicht mehr. Im Dorf lernte ich durch einen bemerkenswerten Zufall eine Inderin kennen, dessen Ehemann mit Muskeldystrophie im Rollstuhl saß. Sie hat mir später erzählt, dass sie zu jenem Guru mit der Bitte um Heilung für ihren Mann gegangen war. Da sagte er zu ihr: „Ich bin kein Sannyasin und kann nicht helfen, ich arbeite nur mit Magie.“

 

Der Tag fängt im Ashram mit einem langen Morgengebet bei Sonnenaufgang an. Die wenigsten werden in der Lage sein, die Sanskritworte zu verstehen, aber sie beinhalten eine Verehrung von und völlige Hingabe an den Guru, womit man offensichtlich ihm von seiner Lebenskraft gibt.

 

Bei meinem letzten Besuch im Ashram war meine jetzige Frau dabei. Ich wurde schwer krank und war dem Tod nicht weit entfernt, aber der Guru nahm keine Notiz davon. In der Todesnähe sah ich weniger angenehme Wesenheiten um mich herum (so etwas sehe ich sonst nicht, aber im Grenzzustand öffnete sich etwas). Als es mir besser ging, führte ich mit der Rückführungstechnik meine Frau zur Begegnung mit ihrem Höheren Selbst, um zu fragen, was da eigentlich los ist. Antwort: „Hier sind negative Energien!“ Der Guru war weit weg in Hyderabad, um dort einen Konzert zu geben. Frage: „Wie ist es dann, wenn er hier ist?“ – „Schlimmer!“ Wir verließen dann rasch den Ashram und es ging mir schnell besser. Nach einigen Tagen kamen wir zu einem Strandhotel in Mangalore an der Westküste, wo es uns beiden wieder komisch war. Meine Frau, die sensitiver ist als ich, spürte wie eine Anwesenheit vom Guru. Wir verbrannten alles, was wir von Ashram hatten, und es ging wieder besser. Später kamen wir nach Mahabalipuram an der Ostküste. Dort ging es mir wieder schlecht. Wir visualisierten dann eine trennende Glasscheibe zwischen uns und dem Guru, und wie wir alle Verbindungen zu ihm durchtrennten. Dann erholte ich mich rasch und anhaltend. Es dürfte sich um magische Angriffe gehandelt haben, im Zorn darüber, dass wir ihn verlassen hatten.

 

Viele bemerkenswerte Informationen kamen in diesen Jahren zusammen und fügten sich mit der Zeit wie Puzzlestücke zum folgenden Bild. Der Großvater des Gurus hatte eine höhere Position beim Maharadja (den es zu seiner Zeit noch gab) in der nahegelegenen Stadt. Er fiel in Ungnade, wurde von der Stadt verwiesen und ließ sich in einem kleinen Dorf an einem größeren Fluss weiter weg nieder. Hier hat er offensichtlich einen magischen Plan erarbeitet, wodurch seine Familie wieder zu Ruhm und Einfluss kommen sollte, jedoch wohl wissend, dass es nicht zu seinen Lebzeiten geschehen könne. Er hatte da eine sonderbare Tochter, die immer wieder alleine in den Urwald ging und nicht sagen wollte, wohin. Eines Tages schlich ihr die Mutter nach und fand heraus, dass sie zu zwei Yogis ging, die am Fluss lebten, um von ihnen zu lernen. (Die Mutter wusste es offensichtlich nicht, was vielleicht der Großvater veranlasst hatte.) Nach vielen Jahren kam ein alter Mann zum Dorf. Er wollte, bevor er starb, noch eine Pilgerreise unternehmen und u.a. zu einem besonderen Shiva Lingam gehen, der in jenem Dorf steht (ich habe ihn selbst gesehen; es war beim zweiten Besuch in jenem Dorf, dass meine Erkrankung ausbrach). Er ruhte sich am Haus des Großvaters aus, der herauskam und ihm seine Tochter zur Frau bot. Der alte Mann antwortete, dass er doch zu alt sei, um eine junge Frau zu heiraten und der Großvater wurde zornig: „Willst du mein Geschenk nicht annehmen!“ Da willigte der Mann ein und heiratete sie. Es wurden zwei Söhne geboren, der eine wuchs zu jenem Guru auf, vom anderen weiß man heute nichts. Die Mutter hat ihn belehrt und ihn in (magische?) Geheimnisse eingeweiht. So hatte er schon als Jugendlicher paranormale Fähigkeiten und konnte u.a. materialisieren. Dann verschwand dieser Jüngling für mehrere Jahre und man weiß nicht, wohin. Ich habe jedoch erfahren, dass er bei einem Guru in Tamil Nadu gewesen sein soll, um von ihm zu lernen. Als er zur Stadt zurückkam, wo der Großvater eine Position beim Maharaja gehabt hatte, fing der Plan an, sich zu verwirklichen. Der Ashram war erst klein und wuchs allmählich zu erheblicher Größe heran – und der Enkel des Großvaters kam zu Ruhm und Einfluss …

 

Ich habe hier einiges ausgelassen, das ich ebenfalls erfahren habe und das diese Geschichte bestätigt.

 

Eine merkwürdige Geschichte

Im 1976 reiste ich das erste Mal nach Indien und verbrachte erst ein paar Tage in New Delhi. Da kam ein Mann auf mich zu und wollte mit mir sprechen. Er nahm mich mit unter einen Baum in einem Park, sodass wir ungestört sein sollten. Da holte er ein Buch heraus und bat mich, eine Banknote hineinzulegen. Ich legte einen 5-Rupie-Schein hinein (für uns ein geringer Betrag), der gleich verschwand. Dann nannte er mir zutreffende Dinge über mich, u.a. der Name meiner Mutter, was natürlich sehr erstaunlich war. Woher konnte er das wissen? Er wollte dann noch eine Banknote, und ich opferte wieder einen 5-Rupie-Schein, der ebenso schnell in seinem Buch verschwand, worauf er mir noch ein bisschen mehr Zutreffendes über mich erzählte. Dann wollte er mir ein Amulett verkaufen, das offensichtlich aus farbigem Glas hergestellt war. Ich lehnte ab und verließ ihn. Später sah ich ein paar Junge westliche Menschen dieses Amulett tragen.

 

Viele Jahre später war ich in Barcelona und lernte einen Mann kennen, der eine schwere Kindheit hinter sich hatte. Dieser Mann scheint sich auch mit „dunklen Dingen“ beschäftigt zu haben (Magie u.Ä.). Er hatte ein solches Amulett, aber war noch nie in Indien gewesen. Woher? Darauf erzählte er mir die folgende Geschichte.

 

In seiner Frustration hatte er eines Tages zu Gott gerufen. Ungefähr so: Wenn es dich gibt, gib mir ein Zeichen! Wenn mein Leben einen Sinn hat, zeige ihn mir! Oder ich bringe mich um!“ Kurze Zeit später kam ein Inder auf ihn zu (in Barcelona!). Der Mann lud ihn in seine Wohnung ein und sie hatten ein langes Gespräch. Vom  Inder bekam er dann dieses Amulett. Nachher verschwand dieser Inder und ließ sich nie mehr blicken.

 

Sehr merkwürdig! Wer hat da auf seinen Ruf geantwortet? Hat Gott ihm den Mann gesandt? Oder war er ein Irreführer? Ein Magier? Bei meiner kurzen Begegnung in New Delhi hatte ich ein ungutes Gefühl. Alles deutet darauf hin, dass es sich um denselben handelte. Jener Mann in Barcelona, der mir die Geschichte erzählte, lernte ich durch eine befreundete Person kennen und es wurde mir klar, dass in ihm sowohl Licht wie auch Dunkel war, vielleicht mehr vom Letzteren. Trotzdem hatten wir (angesichts seiner leidvollen Vergangenheit) eine Zeit lang einen distanziert freundschaftlichen Kontakt. Hat ein Magier o.Ä. seinen Notruf aufgefangen und sich „eingeschaltet“? Die Begegnung mit dem Inder hatte jedenfalls dazu geführt, dass es sich nicht umbrachte (wozu er in jenem Moment angeblich entschlossen war). Jedoch: Man kann Gott nicht erpressen! Versucht man es, könnte allzu leicht „ein Anderer“ einspringen ...

 

Eine gute Freundin hat von einem Indienaufenthalt etwas Ähnliches berichtet: „Da kam ein Mann mit langen Haaren auf mich zu. Er wirkte wichtig und sprach mich mit meinem Vornamen an. Er sagte, ich müsse sofort mit ihm kommen, weil sein Meister mich sehen wolle. Er müsse mir dringend etwas über mich sagen. Niemand hier kannte mich mit Vornamen, außer der Hostel-Verwalter. Ich sagte zu dem Abgesandten des Gurus: ‚Geh und sage deinem Meister, dass ich meinen Gott in mir trage – und dass er mir alles, was er mir sagen will, selbst sagt!’ Der Mann wurde nervös und ängstlich und wollte mich um jeden Preis dort hinlocken. Er meinte, dass ich einen großen Fehler machen würde, wenn ich nicht hinginge. Ich sagte, dass ich keinerlei inneren Hinweise bekommen hätte, dass ich zu einem Meister kommen solle. Und dass in diesem Fall – weil er so viel Druck mache – der größte Fehler sei, wenn ich hinginge.“

 

Tibetisches Wissen

Das tibetische Wissen gehört m.E. auch zu den wertvollen geistigen Schätzen der Welt. Dalai Lama ist eine beeindruckende Person mit einer Lehre, die in vielem mit der echten christlichen zusammenpasst. Kann es aber sein, dass er auch eine Schattenseite hat?

 

Wie komme ich dazu, diese Frage zu stellen? Weil ich das Tibetische hoch schätzte, nahm ich zunächst Teil an der Kalacakra-Einweihung in Rikon in der Schweiz im 1985. Für mich so weit kein Widerspruch, da es für mich in eine erweiterte Ökumene passte. Aber da kam es für mich zu einer Hürde. Man hat nämlich ein Gelübde ablegen sollen, ab „jetzt“ für diese und alle kommenden Inkarnationen der Kalacakra-Wesenheit zu gehören! Ungeheuerlich! Das konnte ich natürlich nicht, da ich zu Christus gehöre! Danach entwich ich in der Pause und ging nicht wieder hin. Vgl. auch hier (weiter unten im Text).

 

Wie dem auch sei, ich respektiere selbstverständliche alle, die in jener Einweihung bewusst das Gelübde ablegten, wenn sie nur wussten, was sie taten ... Sie haben dann eine Wahl getroffen und einen Weg gewählt, der ebenfalls gültig sein und hoffentlich anders herum ins göttliche Licht führen wird. Denn es gibt da mit Sicherheit mehrere Wege!

 

20 Jahre später bin ich „zufällig“ (gibt es Zufälle?) auf ein Buch gestoßen: Der Schatten des Dalai Lama von Victor und Victoria Trimondi (Patmos, Düsseldorf, 1999 – vergriffen, aber hier in Englisch zu haben.). Dieses Buch hat mir bestätigt, was ich damals empfand. Es wird natürlich von jenen, die ihr Leben dem Tibetischen geweiht haben, laut heruntergeschrien, aber das Buch bezieht sich auf tatsächliche Quellen, es ist wissenschaftlich erarbeitet und fundiert, was natürlich nicht ausschließt, dass Teile davon tatsächlich kritisiert werden können. Man lese dazu (in Englisch) http://www.whale.to/b/trimondi.html und http://www.trimondi.de/EN/deba02.html. Ein neuer Artikel ist dieser: http://www.trimondi.de/EN/Kalachakra_2011.htm. Bedenklich interessant ist auch die zornige, wütende Erscheinung des Kalacakra als Vajravega: http://www.kalacakra.org/mandala/domchen.htm.

 

Kalacakra, richtiger Kālacakra (ā = langes A), bedeutet etwa „Rad der Zeit“ – cakra = „Rad“ (Aussprache: „tschakra“), kāla = „Zeit“, aber auch „schwarz“ und „dunkelblau“. Vajra bedeutet „Donnerkeil“ und vega „gewaltige Aufregung, Schock, plötzlicher Stoß“.

 

Ein anderes Erlebnis: In den 80er Jahren nahm ich an einem Kurs in Po-Wa mit einem tibetischen Lama Teil. Er verlangte von allen, dass sie in der Woche vor dem Kurs ein Mantra 20 000 Mal rezitieren sollten, aber von jenen, die Christen waren, 100 000 Mal! Das Mantra war nicht länger, als dass auch das Letztere machbar war ... Somit schaffte ich auch das, ökumenisch in Christi Namen! Vielleicht verwechselte er Kirchentum mit wahrem Christentum ... (das Erstere ist ja zum Tibetischen sehr vorurteilsvoll).

 

Bevor der Buddhismus nach Tibet kam, herrschte dort die z.T. magische Bön-Religion. Es kann wohl niemand bestreiten, dass der tibetische Buddhismus auffallend anders ist, als andere buddhistische Strömungen. Kam es in Tibet eigentlich zu einer Vermischung von Buddhismus und Bön? Ist dadurch evtl. eine „Schattenseite“ entstanden?

 

Trotzdem bin ich im Prinzip dem Tibetischen immer noch angetan, aber nunmehr mit Vorbehalt … Was hier erwähnt wurde, bedeutet selbstverständlich nicht, dass alles Tibetische eine Irreführung wäre, aber dass es sowohl dort wie auch hier (nicht zuletzt im Kirchentum!) Schatten gibt!

 

Sexuelle Übergriffe

Oben stehen Kommentare zu Berichten über sexuelle Übergriffe von indischen Gurus. Ähnliches wird auch über tibetische Lamas berichtet! Siehe z.B. http://www.well.com/conf/media/SF_Free_Press/nov11/guru.html, http://www.rickross.com/reference/general/general739.html und http://www.iivs.de/~iivs01311/EN/deba02.html. Hier, wie auch oben, muss man sicher Meldungen mit Vorsicht zur Kenntnis nehmen, weil sie selbstverständlich „gefundenes Fressen“ für z.B. Fundamentalisten und kirchliche Taktiker sind und deshalb gerne übertrieben werden. Offensichtlich kann man aber nicht daran zweifeln, dass daran etwas Wahres ist.

 

Versöhnung

Zur Liebe gehört auch Versöhnung! Rückführungserlebnisse zeigen deutlich, dass wir nicht darum herumkommen, uns mit allen zu versöhnen, die unsere Täter oder Opfer waren (oder evt. noch sind). Das Verzeihen und das Verziehenwerden ist immer der Abschluss von einem Konflikt, erst damit ist er wirklich vorbei. Wie wir wissen, gibt es für alles, was uns widerfährt, irgendwo eine karmische Ursache. Es geht darum, zu lernen und wachsen. Nichts kommt von „Ungefähr“. Das wird wohl sogar die ganze Menschheit betreffen, wenn wir alle gemeinsam mehr oder weniger durch Weltereignisse leiden sollten. Das Ende alles Leidens wird sein, wo wir alles ganz verziehen haben und für alles ganz verziehen worden sind. Hass und Rache vermehren Karma! So wird es nur schlimmer! Damit verlängern wir uns den Weg!

 

Wer z.B. unter Einfluss von einem Guru gestanden ist, wird ihm auch verzeihen müssen. Das fiel mir bei jenem Guru gar nicht schwer, denn erstens habe ich dabei viel gelernt und zweitens habe ich auch schöne Erlebnisse im Ashram gehabt – und ich stand auch nicht besonders stark unter Einfluss von ihm. Wie ich in meinem neuen Buch geschrieben habe, werden wir schließlich auch jenen Außerirdischen verzeihen müssen, die uns manipulieren (wollen), um endgültig frei zu sein. Es wird wohl kaum anders gehen können ...

 

Und wir müssen auch die Kirchen verzeihen, die als verweltlichte Institutionen mit einem von Jesu wahrer Lehre entfremdeten Dogma mehr Macht als Wahrheit erstreben und Religion zu einer denksteuernden und denklähmenden Konsumware degradieren ...